Festmachen an einer Mooring

In den Mittelmeer-Ländern wird im Gegensatz zu Nord- und Ostseehäfen mit dem Heck angelegt.
Der Bug einer Yacht wird dabei an einer sogenannten Mooring festgemacht.
Befestigt sind die Mooringleinen unter Wasser an schweren Betonblöcken oder an Stahlketten, die zwischen Betonblöcken verspannt sind.

Variante 1

Besteht die Crew aus 3 oder mehr Mitgliedern und kann man optimal achteraus gegen den Wind anlegen, so ist diese Variante geeignet.

1. Nach Möglichkeit gegen den Wind achteraus den Liegeplatz ansteuern.
2. Ein Marinero holt die Mooring (1), die in Luv liegt, mit der Aufholleine (3) hoch.
3. Dann übernimmt ein Crewmitglied die Mooring mit dem Bootshaken.
4. Nun geht er mit der Mooring vor zum Bug und belegt sie an der Klampe (Luvseite).
5. Zwischenzeitlich wirft ein anderes Crewmitglied dem Marinero die Achterleinen (2) zu.
6. Diese werden um einen Poller gelegt, zurück geworfen und dann an den Klampen belegt.

1 - Mooring | 2 - Achterleine | 3 - Aufholleine

Variante 2:

Die Variante sollte gewählt werden, wenn man alleine oder nur zu zweit unterwegs ist, oder auch, wenn bei seitlichen Winden anlegt werden muss.

1. Fahrt achteraus zum Anleger.
2. Zuerst wird die Achterleine in Luv an den Marinero übergeben und rasch an der Klappe belegt.
3. Durch Fahrt voraus im Standgas und Luv-Ruder hält man nun die Yacht vom Anleger frei.
4. Jetzt kann man in Ruhe die Mooring und danach auch die zweite Achterleine belegen.

Darauf sollte man achten:

- Nur mit festen Arbeitshandschuhen die Mooring anfassen! Verletzungsgefahr z.B. durch Muscheln.
- Eine hohe Haltekraft ist nur gewährleistet, wenn die Mooring in einem flachen Winkel zu Grund läuft!
- Vorsicht: Bei Fahrt achteraus zieht sich durch die starke Sogwirkung schnell eine Leine in der Schraube!
- Manchmal werfen Marineros mit Absicht die Mooring in die Schraube! Zufällig ist dann der Bruder Taucher!
- Ein Katamaran sollte grundsätzlich mit 2 Moorings festgemacht werden!

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